Brutto-Netto-Rechner 2017

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FAQ zum Gehatsrechner

Ob Jobwechsel, Heirat oder Nachwuchs: Viele Faktoren nehmen Einfluss auf den Nettolohn. Wie wirken sich Kinderfreibeträge oder eine neue Steuerklasse auf das Nettoeinkommen aus? Was bleibt am Ende des Monats nach Sozial- und Steuerabgaben vom Wunschgehalt übrig? Diese Fragen können Arbeitnehmer mit dem Brutto-Netto-Rechner beantworten.

Wie berechnet der Gehaltsrechner mein Nettoeinkommen?

Neben Steuern und Sozialversicherungsabgaben wirken sich viele andere Punkte auf das Nettogehalt aus: wie zum Beispiel das Alter, die Anzahl der Kinder, die Steuerklasse, Steuerfreibetrag, Kirchensteuer, Bundesland, Krankenversicherung, gesetzliche Rentenversicherung und das Abrechnungsjahr. Mit dem Gehaltsrechner können Sie berechnen, wie sich unterschiedliche Faktoren auf das Gehalt auswirken. Generell gilt: Je mehr Angaben Sie im Brutto-Netto-Rechner machen, umso genauer das Ergebnis.

Schritt für Schritt zum Nettolohn: Wie funktioniert der Brutto-Netto-Rechner?

Schritt 1: Allgemeine Angaben

Geben Sie zuerst Ihren Bruttolohn ein, wählen Sie Ihr Alter aus und geben Sie an, ob Sie Kinder haben. Wählen Sie „ja“, öffnet sich ein weiteres Feld. Geben Sie hier Ihren Kinderfreibetrag ein.

Was ist der Kinderfreibetrag?

Der Kinderfreibetrag beträgt 7.248 Euro je Kind und Jahr bei verheirateten Eltern. Wenn man Kindergeld erhält, hat der Kinderfreibetrag keinen Einfluss auf die Bemessung der Lohnsteuer.
Im Rahmen einer Einkommensteuererklärung kann jedoch geprüft werden, ob die Berücksichtigung eines Kinderfreibetrages bei der Festsetzung der Einkommensteuer günstiger ist, als das erhaltene Kindergeld. Das kommt jedoch nur bei Steuerpflichtigen mit einem hohen zu versteuernden Einkommen in Betracht.

Der Kinderfreibetrag (einschließlich Betreuungsfreibetrag) wird jedoch bei der Bemessung des Solidaritätszuschlags und der Kirchensteuer berücksichtigt. Je mehr Kinder man hat, umso weniger zahlt jemand Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag.
Zusätzlich gibt es für Alleinerziehende, die nicht mit einem anderen Erwachsenen im Haushalt leben noch einen Entlastungsbetrag.

Bei unverheirateten Paaren wird der Freibetrag automatisch auf beide Elternteile aufgeteilt: Jeder erhält den Kinderfreibetrag für ein halbes Kind (deshalb ist im Gehaltsrechner die Auswahl 0,5; 1,5 usw. möglich). Mit dem „Antrag auf Lohnsteuerermäßigung“ kann man den gesamten Freibetrag auch einer Person zuschreiben (diesen erhalten Sie online oder von Ihrem Finanzamt).
Bei verheirateten Paaren, die die Steuerklassen III und V haben, kann der Kinderfreibetrag nur der Person zugeordnet werden, die die Steuerklasse III hat.

Schritt 2: Steuern

Wählen Sie Ihre Steuerklasse. Sie kennen Ihre Steuerklasse nicht? In unserem Glossar (scrollen Sie nach unten) können Sie Ihre Lohnsteuerklasse nachschauen.

Steuerfreibeträge: Bei dem Steuerfreibetrag handelt es sich nicht um den Grundfreibetrag, der automatisch verrechnet bzw. in die Lohnsteuertabelle eingearbeitet wird. Der Grundfreibetrag liegt bei den Steuerklassen I, II und IV jeweils bei 8.652 Euro und bei der Steuerklasse III bei 17.304 Euro.

Der Steuerfreibetrag

Den Steuerfreibetrag kann man zusätzlich zum Grundfreibetrag beantragen. Hierbei handelt es sich z.B. um Werbungskosten im Rahmen einer nichtselbständigen Tätigkeit oder um einen Behindertenpauschbetrag. Welche Freibeträge eingetragen werden können, finden Sie in dem sogenannten Antrag auf Lohnsteuerermäßigung. Mit diesem Formular können Sie die Berücksichtigung des Freibetrages beim zuständigen Finanzamt beantragen.

Wie finde ich meinen Steuerfreibetrag heraus?

Der Arbeitnehmer kann die Lohnsteuerabzugsmerkmale von seinem Arbeitsgeber oder vom zuständigen Finanzamt anfordern oder auf seiner Gehaltsabrechnung finden.

Schritt 3: Versicherungen

Geben Sie die Art Ihrer Krankenversicherung an: Sind Sie gesetzlich oder privat krankenversichert?
Wählen Sie Ihren Beitragssatz aus: Haben Sie Anspruch auf den allgemeinen oder ermäßigten Beitragssatz? Der ermäßigte Beitragssatz (14,9 Prozent) gilt für Mitglieder, die keinen Anspruch auf eine Krankenversicherung haben  – wie zum Beispiel Selbstständige ohne Anspruch auf Krankengeld, Hausfrauen- und männer sowie Erwerbslose und Studenten.
Der allgemeine Beitragssatz zur Krankenversicherung beträgt 15,5%. Diesen teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Zusätzlich muss der Arbeitnehmer einen Zusatzbeitrag zahlen, der je nach Krankenkasse variiert. Bei der Techniker Krankenkasse beträgt er beispielsweise 1,0%.

Wohnen Sie im Osten oder im Westen Deutschlands? Das ist vor allem für die gesetzliche Rentenversicherung wichtig. Die Beitragsbemessungsgrenze liegt in den alten Bundesländern bei 5.800 Euro, in den neuen bei 4.900 Euro.

Wählen Sie im Dropdown-Menü aus, für welches Abrechnungsjahr Sie Ihr Nettogehalt berechnen möchten.

Warum muss ich beim Brutto-Netto-Rechner das Bundesland angeben?

Die Einkommenssteuer ist deutschlandweit einheitlich, die Höhe der Kirchensteuer ist allerdings abhängig vom Bundesland.  Die liegt in fast allen Bundesländern bei 9%; bis auf Bayern und Baden Württemberg – hier liegt sie bei 8%.

Warum muss ich mein Alter angeben?

Ihr Alter ist nur relevant, wenn für Sie die Gewährung des Altersentlastungsbetrages gilt. Das ist nur bei Arbeitnehmer der Fall, die im Vorjahr des laufenden Steuerjahres 64 Jahre alt waren. Von da an werden Sie für alle Einkünfte bis zum Renteneintritt steuerlich entlastet. Der Altersentlastungsbetrag liegt in 2016 bei maximal 1.064 Euro und sinkt jährlich.

Wie gut sind Brutto Netto Rechner im Internet?

Das Bundesministerium für Finanzen veröffentlicht jährlich einen Programmablaufplan für die maschinelle Berechnung des Arbeitslohns. Nach diesem Ablaufplan sind viele Rechner –auch dieser – programmiert. Hier stehen den Entwicklern neben den technischen Schnittstellen die steuerlichen und sozialversicherungspflichtigen Regelungen zur Verfügung, damit verlässliche Angaben gewährleistet werden können.

Wie wirkt sich der Kinderfreibetrag aus? Wie viel macht die Kirchensteuer aus? Soll ich mich gesetzlich oder privat versichern? Zu welcher Steuerklasse gehöre ich eigentlich? In unserem Glossar finden Sie die Antworten auf Ihre Fragen.

Glossar: Brutto-Netto-Rechner

Ihr Einkommen (Brutto)

Das Bruttoeinkommen  bezeichnet dabei das Arbeitsentgelt, welches ein Arbeitnehmer vor Abzug von Steuer- und Sozialabgaben erhält. Möglich ist in diesem Eingabefeld die Angabe von monatlichem Gehalt wie von dem Jahreseinkommen.

Steuerfreibetrag (jährl.)

Steuerfreibeträge beziehen sich auf die Einkommensteuer und lassen aus sozialen Gründen steuerliche Erleichterungen zu. Mögliche Freibeträge winken bei dem Grundfreibetrag (damit das Existenzminimum des Einkommens durch Steuern nicht unterschritten wird) oder beim Sparer-Pauschbetrag.

Der steuerliche Grundfreibetrag 2015 schlägt mit 8.472 Euro zu Buche und wird jedes Jahr neu bemessen. Der Sparer-Pauschbetrag  beträgt  pauschal 801 Euro, bei Ehepaaren ist es das Doppelte. Das Kontingent des Steuerfreibetrags ist jährlich auf ein bestimmtes Maß begrenzt. Man kann beispielsweise den Fahrtweg oder Kinderbetreuung geltend machen. Ist ein bestimmtes Maß dieses Freibetrages überschritten, wird dieser anteilig steuerpflichtig.

Steuerklassen in der Übersicht

Neben der Einkommenshöhe richtet sich die Höhe der Lohnsteuer, des Solidaritätszuschlags und der Kirchensteuer in Deutschland nach Ihrer Steuerklasse.  Ihre Lohnsteuerklasse ist auf der Lohnsteuerkarte eingetragen. Es wird dabei nach gesellschaftlichen Lebenssituationen kategorisiert und berechnet.

Steuerklasse I: Alleinstehende, verwitwete oder auch geschiedene ohne Kinder gehören zu der Steuerklasse I.

Steuerklasse II: Alleinerziehende, verwitwete,  ledige oder geschiedene mit Kindern stellen die Steuerklasse II.

Steuerklasse III: Verheiratete Alleinverdiener oder Doppelverdiener, wobei der vielverdienende Ehepartner Steuerklasse III und der wenig verdienende Ehepartner die Steuerklasse V hat (siehe V), definieren die Steuerklasse III.

Steuerklasse IV: Bei verheirateten Partnern und Doppelverdiener, die etwa gleichviel verdienen, greift die Steuerklasse IV.

Steuerklasse V: Die Steuerklasse V ist für Gering-Verdiener in einer Ehegemeinschaft geeignet. Diese Steuerklasse ist für Ehepartner geeignet, deren Gehälter stark voneinander abweichen (siehe III).

Steuerklasse VI: Die Steuerklasse VI gilt bei einer zusätzlichen Beschäftigung auf einer zweiten Lohnsteuerkarte.

Kinderfreibetrag

Der Kinderfreibetrag ist in der Lohnsteuerkarte eingetragen. Der Freibetrag steht beiden Eltern zur Hälfte zu, kann aber auf einen Elternteil übertragen werden.

Je nach Einkommen, kann der Freibetrag das zu versteuernde Einkommen senken. Ist das Kindergeld höher als der steuerliche Vorteil, kommt der Kinderfreibetrag nicht zum Tragen. Bei der Kirschensteuer sowie dem Solidaritätszuschlag wird der Kinderfreibetrag immer angerechnet.

Der Freibetrag entspricht dem Existenzminimum des Kindes.

Krankenversicherung (KV)

In vielen Ländern ist die Krankenversicherung zentraler Teil des Gesundheitssystems. Dabei wird die Krankenversicherung in zwei Kategorien unterschieden: privat (auch freiwillig genannt) oder gesetzlich. Länderspezifisch gibt es Unterschiede über die Absicherung der Krankenversicherungen, zumeist zählen aber Unfälle, Krankheiten oder auch eine Schwangerschaft hinzu. In Deutschland ist die Versicherung bei einer Krankenkasse eine gesetzliche Verpflichtung.

Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Die gesetzliche Krankenversicherung ist Teil des sozialen Versicherungssystems in Deutschland. Mit einem Brutto-Jahreseinkommen von nicht mehr als 54.900€ sind Sie verpflichtet sich gesetzlich zu versichern. Aktueller Stand von 2015.  Meldet man sich bei einer gesetzlichen Krankenkasse an, so gilt der Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherungen mit 14,6 Prozent. Die Kosten teilen sich hierbei der Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu gleichen Teilen.  Zu den Versicherungsleistungen gehören Behandlungen bei Fach und Hausärzten, Krankenhausbehandlungen sowie die grundlegende Zahnarztversorgung.

Private Krankenversicherung (PKV)

In Deutschland kann man eine private Krankenversicherung sowohl ergänzend als Teilversicherung zusätzlich zu der gesetzlichen Krankenversicherung oder als Vollversicherung abschließen. Der Vorteil der privaten Krankenversicherung ist, dass sie umfangreichere Leistungen als die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt. Behandlungen wie beispielsweise von Spezialisten und Sonderbehandlungen sind hierbei oft in den Versicherungsleistungen inbegriffen. Die Kosten schwanken hier je nach privater Krankenkasse und je nach geforderter Leistungen.